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Wir haben Bewusstsein – aber nicht, so sagt eine Theory of Mind, aufgrund einer bestimmten Region in unserem Gehirn oder seiner substantiellen Beschaffenheit, sondern aufgrund der Funktionsweise des Gesamtsystems. Funktion ist eine abstrakte Idee. Derselbe Ablauf zwischen Input und Output zwischen den Einzelteilen und dem Gesamtsystem und seiner Umwelt kann mit verschiedenen Materialen „realisiert“ werden – wie eine einfache Rechenmaschine aus Holz aber auch aus Kunststoff bestehen kann.
So könnte unsere Art von Bewusstsein auch durch das tapfere Volk der Chinesen realisiert werden, gesetzt sie würden sich alle über einen gewissen Zeitraum hinweg wie artige Neuronen verhalten, also funktionell äquivalent sein. Kollektiv dasselbe tun, statisch, wiederholend und ohne Zwischenfälle – wem wäre es zuzutrauen, wenn nicht den Chinesen.
Das hat uns Europäern die zweite Filialgeneration der Aufklärung gebracht: Egalitärer Hyperindividualismus und der autoritär organisierte Zwang zur ästhetischen Gestaltung der Identität haben es uns verbaut, als kollektives Individuum zu agieren – und es sich sogar seiner bewusst werden zu lassen. Zu viele Querulanten würden versäumen, die an sie gesendeten Impulse korrekt weiter zu werfen. Zu viele würden sich ablenken lassen. Zu viele hätten keine Lust, wenn das ganze seinen Eventcharakter verloren hätte. Wie bei allem, was mal Eventcharakter hatte, geschähe das natürlich bevor es eigenes Leben entwickeln könnte. Wieder mal sind die Chinesen uns voraus. Mein Opa würde sich jetzt bestätigt fühlen.